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Forschungs- und Versorgungsbereich
Schizophrene Erkrankungen

Arbeitsgruppenleitung:
Assoz. Prof. PD Dr. Alex Hofer
Tel.: +43 (0)50 504 23669
Fax: +43 (0)50 504 25267
 


Wir verstehen uns als wissenschaftlich orientierte Spezialeinheit, die es sich zum Ziel setzt, auf der Basis eines bedürfnisorientierten, individuell angepassten, den Therapierichtlinien folgenden Behandlungskonzeptes die Langzeitbehandlung von PatientInnen mit schizophrenen Erkrankungen zu optimieren. Unser Aufgabengebiet umfasst neben diagnostischen Maßnahmen die Planung, Organisation und Koordination einer kombinierten Pharmako-, Psycho- und Soziotherapie im stationären und ambulanten Bereich. Dementsprechend arbeitet ein multiprofessionelles Team, das sich aus PsychiaterInnen, PsychologInnen, SozialarbeiterInnen und Pflegepersonal zusammensetzt, eng mit ambulanten Rehabilitationsstrukturen, niedergelassenen PsychiaterInnen und PsychotherapeutInnen zusammen.
In diesem Kontext stellt die Forschung mit den Schwerpunkten Arzneimittelsicherheit und Outcome von PatientInnen mit schizophrenen Erkrankungen eine weitere wichtige Aufgabe der Arbeitsgruppe dar. Darüber hinaus umfasst unsere Verpflichtung die Aus- und Weiterbildung von medizinischem und psychologischem Fachpersonal sowie die universitäre Lehre.
 

 

Versorgungsstruktur

Die stationäre Versorgung der PatientInnen erfolgt an der Abteilung VI des Departments für Psychiatrie und Psychotherapie, die ambulante Betreuung im Rahmen der Psychosensprechstunde.
Zu Grunde liegende Arbeitsweise ist ein case management mit einem/einer ärztlichen hauptverantwortlichen BetreuerIn des Patienten/der Patientin. Gleichzeitig kennt jede(r) Patient(in) alle ärztlichen MitarbeiterInnen und wöchentliche Fallbesprechungen ermöglichen es, dass während Fehlzeiten (Urlaub, Fortbildung etc.) jedes Teammitglied die Betreuung des/der jeweiligen Patienten/Patientin kurzfristig übernehmen kann. Um eine kontinuierliche ärztliche Betreuung sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich zu gewährleisten, erfolgt eine enge Zusammenarbeit zwischen den MitarbeiterInnen der Abteilung VI des Departments für Psychiatrie und Psychotherapie und jenen der Psychosensprechstunde, d.h. stationär zu behandelnde PatientInnen mit schizophrenen bzw. schizophreniformen Störungen werden von der Psychosensprechstunde der Abteilung VI zugewiesen, und umgekehrt. Die Psychosensprechstunde versteht sich als Ansprechpartner für PatientInnen, die aus dem stationären Bereich entlassen und ambulant weiterbetreut werden sollen. Dieses Angebot gilt auch für PatientInnen, die bisher noch keinen Kontakt mit unserer Arbeitsgruppe hatten. Andererseits wird PatientInnen, die in größerer räumlicher Distanz zur Klinik Innsbruck leben, auf Wunsch eine ambulante Weiterbehandlung bei niedergelassenen PsychiaterInnen, PsychologInnen oder PsychotherapeutInnen organisiert.

Neben der kontinuierlichen ärztlichen und psychologischen Betreuung finden regelmäßige Psychoedukationsgruppen mit folgenden Themenschwerpunkten statt:

  • Symptome, Ursachen und Prognose der schizophrenen Erkrankungen
  • Medikamentöse und psychosoziale Behandlungsstrategien
  • Krisenplan, Frühwarnzeichen, Rezidivprophylaxe
  • Rolle der Angehörigen.

Außerdem wird jedem Patienten/jeder Patientin ein kognitives Trainingsprogramm angeboten (COGPACK). Dieses computergestützte Verfahren erlaubt eine individuelle Leistungsanpassung an die Trainingsmöglichkeiten des Patienten. Je nach Trainingsfortschritt werden jeweils zwei der Funktionsbereiche Konzentration, Reaktion, Verarbeitung komplexen Materials, Strategiebildung, Gedächtnisaufgaben, Rechnen und Logik trainiert.

Zusätzlich zu diesem versorgungsorientierten Ansatz ermöglicht die enge Zusammenarbeit zwischen stationärer und ambulanter Versorgungsstruktur eine kontinuierliche Dokumentation von Krankheitsverläufen sowie die Durchführung von wissenschaftlichen Projekten. Zur Sicherung der Qualität der erhobenen Daten werden an Studien teilnehmende PatientInnen im stationären und ambulanten Setting von denselben ärztlichen Mitarbeitern betreut. Dadurch ist auch eine kontinuierliche Umsetzung des universitären Forschungsauftrages gewährleistet.
 

 

MitarbeiterInnen

Dr. Falko Biedermann
Assistenzarzt
Tel.: +43 (0)512 504 82107
 

Dr. Monika Edlinger
Fachärztin für Psychiatrie
Tel.: +43 (0)512 504 81615
 

Dr. Beatrice Frajo-Apor
Assistenzärztin
Tel.: +43 (0)512 504 81533
 

Dr. Christine Hörtnagl
Assistenzärztin
Tel.: +43 (0)512 504 81097
 

Dr. Alexandra Kaufmann
Assistenzärztin
Tel.: +43 (0)512 504 81611
 

Dr. Nicole Pfaffenberger
Klinische Psychologin u. Gesundheitspsychologin
Tel.: +43 (0)512 504 80072
 

Dr. Anna-Sophia Rauch
Assistenzärztin
Tel.: +43 (0)512 504 82544
 

Pardeller Silvia
 

Post Fabienne
 

Dr. Nursen Yalcin-Siedentopf
Assistenzärztin
Tel.: +43 (0)512 504 82097
 

 

Lehre

Neben verschiedenen Lehrveranstaltungen für MedizinstudentInnen (Vorlesungen, Praktika, Mentorentätigkeit im Rahmen des Klinisch-Praktischen Jahres) werden zu unseren Forschungsschwerpunkten regelmäßig Diplomarbeiten und Dissertationen für Medizin- und PsychologiestudentInnen angeboten.
Derzeit laufende Diplomarbeiten/Dissertationen:

  • Bilirubinspiegel bei PatientInnen mit schizophrenen Störungen: eine Längsschnittuntersuchung.
  • Akute Behandlungsmodalitäten im UbG-Bereich.
  • Behandlungsmodalitäten in der stationären und ambulanten Versorgung von PatientInnen mit schizophrenen Störungen
  • Emotionale Intelligenz bei schizophrenen und bipolaren affektiven Störungen: eine Vergleichsuntersuchung zwischen PatientInnen, deren Geschwistern und gesunden Kontrollpersonen.
  • Resilienz bei PatientInnen mit schizophrenen und bipolaren affektiven Störungen.
     

Forschung

Geschwister von Menschen mit Schizophrenie oder Bipolarer affektiver Störung gesucht!

 

Forschungsschwerpunkte:

  • Effektivitäts- und Effizienzprüfung von Antipsychotika
  • Arzneimittelsicherheit/Compliance
  • Outcome von PatientInnen mit schizophrenen Erkrankungen

Aktuelle akademische Eigenstudien:

  • Medikamentencompliance von PatientInnen mit schizophrenen Störungen im Längsschnitt.
  • Neurokognition, soziale Kognition und Funktionsniveau bei PatientInnen mit schizophrenen Störungen und Major Depression: Eine Längsschnittuntersuchung.
  • Neurokognition und Outcome bei symptomatisch remittierten PatientInnen mit schizophrenen und bipolaren affektiven Störungen.
  • Emotionale Intelligenz bei schizophrenen und bipolaren affektiven Störungen: eine Vergleichsuntersuchung zwischen PatientInnen, deren Geschwistern und gesunden Kontrollpersonen.
  • Resilienz bei PatientInnen mit schizophrenen und bipolaren affektiven Störungen.

 

Drittmittelförderung

Randomisierte, multizentrische, doppelblinde, Nicht-Unterlegenheitsstudie zu den 3-Monats- und 1-Monats-Formulierungen von Paliperidonpalmitat für die Behandlung von Patienten mit Schizophrenie
Sponsor: Janssen-Cilag Pharma GmbH

 

Rezente Publikationen
(Auszug)

EDLINGER M, DEISENHAMMER EA, FIALA M, HOFER A, KEMMLER G, STRAUSS R, WIDSCHWENDTER CG, FLEISCHHACKER WW (2010): Attitudes of patients with schizophrenia and depression towards psychiatric research. Psychiatry Res 177:172-176.

RETTENBACHER MA, HOFER A, KEMMLER G, FLEISCHHACKER WW (2010): Neutropenia induced by second generation antipsychotics: a prospective investigation. Pharmacopsychiatry 43:41-44.

HOFER A, BIEDERMANN F, YALCIN N, FLEISCHHACKER WW (2010): Neurokognition und soziale Kognition bei Patienten mit affektiven und schizophrenen Störungen. Neuropsychiatr 3:161-169.

RETTENBACHER MA, HOFER A, EBENBICHLER C, BAUMGARTNER S, EDLINGER M, ENGL J, KASER S, KEMMLER G, MALIK P, TSCHONER A, FLEISCHHACKER WW (2010): Prolactin levels and sexual adverse effects in patients with schizophrenia during antipsychotic treatment. J Clin Psychopharmacol 30:711-715.

PFAFFENBERGER N, HOERTNAGL C, FLEISCHHACKER WW, HOFER A (2010): Aripiprazole add-on treatment in a patient with schizoaffective disorder: neurocognitive outcomes. Pharmacopsychiatry 43:234-235.

HOFER A, BODNER T, KAUFMANN A, KEMMLER G, MATTAREI U, PFAFFENBERGER NM, RETTENBACHER MA, TREBO E, YALCIN N, FLEISCHHACKER WW (2011): Symptomatic remission and neurocognitive functioning in patients with schizozphrenia. Psychol Med 22:1-9.

HOFER A, FLEISCHHACKER WW (2011): Compliance with treatment and its relevance for the management of schizophrenia. Hot Topics Neurol Psychiatry 11:7-13.

HOERTNAGL C, MUEHLBACHER M, BIEDERMANN F, YALCIN N, BAUMGARTNER S, SCHWITZER G, DEISENHAMMER EA, HAUSMANN A, KEMMLER G, BENECKE C, HOFER A (2011): Facial emotion recognition and its relationship to emotional experience and outcomes in remitted patients with bipolar I disorder. Bipolar Disord 13:537-544.

PFAFFENBERGER N, HOFER A (2011): Therapieadhärenz bei Patienten mit Psychoseerfahrung. Psychologie in Österreich 5:414-420.

BIEDERMANN F, PFAFFENBERGER N, BAUMGARTNER S, KEMMLER G, FLEISCHHACKER WW, HOFER A (2011): Combined clozapine and electroconvulsive therapy in clozapine-resistant schizophrenia: clinical and cognitive outcomes. J ECT 27:e61-62.

BIEDERMANN F, FRAJO-APOR B, HOFER A (2012): Theory of Mind and its relevance in schizophrenia. Curr Opin Psychiatry 25:71-75.

KAUFMANN A, BOESCH S, FLEISCHHACKER WW, HOFER A (2012): Management of a risperidone-induced tardive Pisa syndrome – a case report. J Clin Psychopharmacol 32:418-420.

WIDSCHWENDTER CG, HOFER A (2012): Aripiprazole use in early pregnancy: a case report. Pharmacopsychiatry 45:299-300.

EDLINGER M, SEPPI K, FLEISCHHACKER WW, HOFER A (2013): Treatment of psychotic and behavioral symptoms with clozapine, aripiprazole, and reboxetine in a patient with Huntington's disease. Int Clin Psychopharmacol 28:214-216.

Universitätsklinik für Psychiatrie I, Anichstrasse 35, A-6020 Innsbruck
Tel.: +43(0)50 504-23669, Fax: +43(0)50 504-25267